Preisträger

Die Preisträger

Unsere Preisträger

Liste der Preisträger 2016 -2000

Unsere Preisträger 2016 – 2000                   

Seit dem Jahr 2000 zeichnet der Verein vorbildliche Erlanger Initiativen oder Erfindungen im Gesundheitswesen aus. Seit dem Jahr 2005 wird der Medizinpreis in den Kategorien „Gesundheitsförderung/Prävention“ und „Medizinische Versorgung“ ausgeschrieben. Bewerben können sich Unternehmen, Organisationen und Einzelpersonen, wenn sie mit innovativen Projekten dazu beigetragen haben, die Prävention oder Gesundheitsförderung und die medizinische Versorgung der Menschen in Erlangen nachhaltig zu verbessern oder medizinische Untersuchungsmethoden und Therapieverfahren voranzubringen. . In den letzten Jahren wurden zu bestimmten Anlässen auch Sonderpreise vergeben. Die bisherigen Preisträger im Überblick:

2016

Beratungsstelle DiA – Depression im Alter im Verein Dreycedern für eine Beratungsstelle für depressive ältere Patienten und ihre Angehörigen. Diese niederschwellige, kostenlose Beratung entspricht einem großen Bedarf, da die Zuordnung einer seelischen Beeinträchtigung oft nicht einfach ist und lange Wartezeiten Diagnose und Behandlung verzögern. Depression und verschiedene Formen der Demenz können auch zusammen auftreten. DiA erhöht auf diese Weise auch die Akzeptanz der Erkrankungen in der Öffentlichkeit. Alle MitarbeiterInnen unterliegen der Schweigepflicht, sind geschult und erfahren.

http://dreycedern.de/depression-im-alter/

Erlanger Hörtag im Verein Hören Schenken e.V. unter Leitung von Prof. Hoppe für eine umfassende Informations- und Beratungsmöglichkeit an der HNO-Klinik der Universität über Hörschäden, Hörgeräte, Cochlear-Implantate und vor allem die ganze Palette der medizinisch-pflegerischen Möglichkeiten zur Erlangung oder Verbesserung des Gehörs. Beim Erlanger Hörtag kann man sich im Gespräch mit Experten und durch Vorträge bestens informieren.

Flyer (pdf): http://www.hno-klinik.uk-erlangen.de/fileadmin/einrichtungen/hno-klinik/cicero/dateien/Flyer/Einladungsflyer_8._Erlanger_H%C3%B6rtag.pdf

Gerd-Lohwasser-Preis: Werner-von-Siemens-Realschule für „besondere Aktivitäten zur Gesundheitsförderung in der Schule“. Die Ausschreibung richtete sich an alle Grund-, Mittel-, Real-, Wirtschafts-, Fach- und Berufsoberschulen sowie die Gymnasien in Erlangen. Nachhaltige und bewegungsfördernde Aspekte wurden besonders berücksichtigt. Die Werner-von Siemens-Realschule wurde ausgezeichnet für die „Bewegte Sporthalle“. Diese dient dem kompetenz-orientierten Sportunterricht, der eine Ausrichtung des Sports mehr an der Erlebniswelt und dem individuellen und kreativen Bewegungsdrang der Kinder orientiert, statt ihnen ein streng leistungsorientiertes Bewegungsmuster abzuverlangen.

http://www.wvs-er.de

2015

Wabene – Begegnungen im Zentrum für die Schaffung eines Begegnungszentrums mit Cafébetrieb für Menschen mit und ohne  chronische psychische Erkrankungen. Im Wabene treffen sich Menschen zwanglos unter dem Leitgedanken der Inklusion um sich kennenzulernen, für Kultur- und Weiterbildungsaktivitäten und Infoabende, zum Spielen sowie zur Vermittlung sozialer und beruflicher Kontakte. Dem Austausch zwischen den regionalen, sozialpsychiatrischen Einrichtungen dienen auch die Seminarräume und der lebhaft-freundliche Bistro-Betrieb.

http://www.wabe-erlangen.de/de/wabe-leben/wabene-begegnungen

Palliativmedizinische Abteilung am Universitätsklinikum Erlangen für die Einrichtung einer Palliativmedizinische Abteilung unter Leitung von Prof. Dr. med. Ostgathe für unheilbar kranke Menschen mit fortgeschrittenem Leiden unabhängig von der Diagnose. Sie trägt dazu bei, dem Schwerkranken ein lebenswertes Leben bis zuletzt zu ermöglichen. Dies erfordert eine möglichst individuelle Behandlung, Pflege und Begleitung zur Linderung der körperlichen Beschwerden und Unterstützung auf psychischer, spiritueller und sozialer Ebene. Klinische Studien ermöglichen die wissenschaftliche Evaluation der palliativmedizinischen Behandlungen. Auch den Angehörigen wird viel Aufmerksamkeit zuteil und ihre Mitarbeit wird sehr geschätzt.

http://www.palliativmedizin.uk-erlangen.de

Projekt Erhöhung der Patientensicherheit durch verbesserte Medikationssicherheit von Prof. Gaßmann, Geriatrie-Zentrum Erlangen sowie Prof. Fromm und Prof. Maas, beide Lehrstuhl Klinische Pharmakologie und Toxikologie, FAU, durch die Entwicklung einer sehr großen Datenbank, die GiB-Dat (Geriatrie in Bayern). Die Zulieferer der GiB-Dat ist ein Netzwerk von 50 Einrichtungen, welche Daten zur Entlassungsmedikation in eine zentrale Datenbank einspeist. Diese Behandlungsdaten werden laufend analysiert, z.B. auf die Häufigkeit der Verordnung von Medikamenten, die als problematisch angesehen werden und mit gehäuften Nebenwirkungen oder Zwischenfällen assoziiert sein sollen. Die Ergebnisse werden klinisch bewertet und veröffentlicht.

http://www.gibdat.de/

Sonderpreis an das Netzwerk Medizinische Flüchtlingshilfe Erlangen für ein Team hochmotivierter Kolleginnen und Kollegen aus der hausärztlichen Versorgung, die im September 2015 spontan die medizinische Versorgung der Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge in Erlangen übernommen haben. Täglich, auch am Wochenende und an den Feiertagen waren Ärzte, Pfleger und Mitarbeiter der Rettungskräfte ehrenamtlich im Einsatz. Frau Dr. Lemmer, Herr Dr. Beier und die  Mitstreiter vom ASB und BRK nahmen den Preis entgegen für alle, deren großes Engagement zu einer reibungslosen und effektiven medizinischen Versorgung der Flüchtlinge beigetragen hat.

http://www.fmm.med.uni-erlangen.de/med-flchtlingshilfe.shtml und http://www.hausaerzte-bayern.de/index.php/berufspolitik/berufspolitische-informationen/rundschreiben-3/2428-auszeichnung-fuer-netzwerk-medizinische-fluechtlingshilfe-erlangen.html

2014

FASD-Netzwerk Nordbayern (Fetales Alkohol Syndrom) für die Präventionsarbeit in der Öffentlichkeit über die schwerwiegenden Folgen bei Kindern, deren Mütter während der Schwangerschaft Alkohol zu sich nehmen. Das Netzwerk will das Bewusstsein für die Problematik FASD in der Öffentlichkeit und insbesondere bei Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Schwangeren stärken und dadurch mehr Kinder vor den lebenslangen und unheilbaren Alkoholschäden bewahren.

http://www.fasd-netz.de/

Projekt „eGAIT – Embedded Gait Analysis using Intelligent Technology“ für die Entwicklung einer innovativen Sensortechnologie zur automatisierten Bewegungsanalyse, insbesondere beim Parkinson-Syndrom. Um dem Neurologen eine objektive Datenbasis zur Verfügung zu stellen, entwickelten die Projektpartner ASTRUM IT, die Abt. Molekulare Neurologie des Universitätsklinikums und der Lehrstuhl für Mustererkennung, beide FAU, ein mobiles Sensorsystem zur automatisierten Bewegungsanalyse. Das Sensorsystem dient der Diagnostik und dem Therapiemonitoring im häuslichen Umfeld. Klinische Studien werten die neuen Ergebnisse aus und passen die therapeutischen Optionen dem individuellen Krankheitsfall an.

http://www.egait.de/forschungsprojekt.html

Sonderpreis an Martin Aufmuth für die Erfindung, Entwicklung und Vermaktung der “Ein-Dollar-Brille“. Mehr als 700 Millionen Menschen auf der Welt bräuchten eine Brille: Kinder können ohne sie nicht lernen, Eltern können nicht arbeiten und für ihre Familien sorgen. Der Erlanger Lehrer und Entwickler Martin Aufmuth erfand mit seiner „EinDollarBrille“ eine weltweit aufsehenerregende, bedarfsorientierte Lösung: eine Brille aus einem leichten, flexiblen Federstahlrahmen und vorgefertigten Brillengläsern, die vor Ort von den Menschen selbst hergestellt und für rund 1 US-Dollar verkauft werden kann.

https://www.eindollarbrille.de/

2013

Bewegungsprogramm GESTALT (Gehen, Spielen und Tanzen als lebenslange Tätigkeiten) zur Prävention von dementiellen Erkrankungen wurde vom Institut für Sportwissenschaften (Leitung von Prof. Rütten) entwickelt in Kooperation mit dem Sportamt Erlangen. Die Zielgruppe der Intervention sind Frauen und Männer über 60 Jahren, welche Risikofaktoren für Demenz (wie z.B. körperliche Inaktivität, Übergewicht, soziale Isolation) aufweisen, bei denen gleichzeitig noch keine dementielle Erkrankung diagnostiziert wurde.

https://www.sport.fau.de/lehrstuehle-und-fachgebiete/public-health-und-bewegung/forschungsprojekte/gestalt-projekte/

Seminar „Schulbezogene psychische Störungen“ von PD Dr. Oliver Kratz, Kinder- und Jugendpsychiatrische Ambulanz des Uniklinikums Erlangen, für die Organisation eines berufsgruppenübergreifenden Austausches von Lehrern, Schulleitern, Schulpsychologen, Kinderpsychotherapeuten und Ärzten aus Erlangen, um Schülern mit psychischen Störungen oder Verhaltensauffälligkeiten früher und effizienter unter die Arme greifen zu können. Die Schule als wichtiger Lebensraum ist oft der Ort, an dem psychische Probleme zuerst sichtbar werden. Andererseits gibt es große Vorbehalte gegenüber psychologisch/psychiatrischen Einrichtungen sowie lange Wartezeiten zur Behandlung. Um diese Versorgungslage zu verbessern wird das Seminar und Netzwerk „Schulbezogene Psychische Störungen“ der kinder- und jugendpsychiatrischen Ambulanz des Universitätsklinikums Erlangen angeboten.

http://www.kinderpsychiatrie.uk-erlangen.de/aktuelles/nachrichten/detail/erlanger-medizinpreis-2013-fuer-seminar-schulbezogene-psychische-stoerungen/

2012

Bürger-Vortragsreihe des Universitätsklinikums, begründet durch Prof. Dr. med. Werner Daniel, dem ehemaligen Direktor der Medizinischen Klinik II, für die Durchführung einer Vortragsreihe ausgewiesener lokaler Experten, nämlich der FAU-Ordinarien, über medizinische Sachverhalte und Gesundheitsfragen für die Bürger Erlangens. Die Vortragsreihen behandeln häufige Krankheitsbilder und deren aktuelle wissenschaftliche Beurteilung. Diese sehr gut besuchten Vorlesungen, bei denen aber auch gefragt werden darf, tragen wesentlich zur regionalen Gesundheitskompetenz bei.

Aktuelle Vortragsreihe im Wintersemester 2017/2018 (pdf).

Entwicklung eines Lehrplans „Rheumatologische Fachassistenz“ durch die Rheumatologen Dr. Schuch und Dr. Wendler: Die Rheumatologische Fachassistenz DGRh-BDRh (Dt. Gesellschaft für Rheumatologie – Berufsverband Deutscher Rheumatologen) ist heute fester Bestandteil der rheumatologischen Versorgung in Klinik und Praxis und Teil von Strukturverträgen und ambulanten Patientenschulungskonzepten. Weitere Evaluationen erfolgen im Rahmen von geförderten Anträgen durch den Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesauschusses (G-BA).

https://innovationsfonds.g-ba.de/projekte/neue-versorgungsformen/staerker-strukturierte-delegation-aerztlicher-leistungen-im-rahmen-konzeptionsgeregelter-kooperation-in-der-versorgung-von-patienten-mit-entzuendlichem-rheuma.109

Die früheren Preisträger 2011- 2000 finden Sie hier.